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(Abb. 1) Sondenfuss


(Abb. 2) Komplettsonden bei Fronius


(Abb. 3) Einbringen der Erdwärme


(Abb. 4) Verteilerschacht

17.01.2011

Geothermie-Großanlage bei Fronius

Die Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen wird zunehmend wichtiger. Neben Biogas- und Photovoltaikanlagen werden Produkte von AGRU insbesondere zur Nutzung der Erdwärme eingesetzt. Das nachfolgende Projekt einer Geothermie-Großanlage bei der Fronius GmbH zeigt, dass dies auch für Industrieunternehmen interessant ist um nachhaltig zu wirtschaften und die Umwelt zu schonen.

Fronius entwickelt, produziert und vertreibt neben Batterieladegeräten und Schweißgeräten auch Wechselrichter für Photovoltaik-Anlagen. Der Standort Thalheim in Österreich wird seit Ende 2008 ausgebaut. Dabei wird ein ganzheitliches, hoch effizientes Energiekonzept umgesetzt, dass verschiedene Energiequellen nutzt. Neben der eigenen Solartechnik und Wärmerückgewinnung basiert die Energiegewinnung auf einer großen Geothermieanlage mit Erdwärmesonden. Im Sommer wird überschüssige Energie im Untergrund gespeichert. Durch die angehobene Erdreichtemperatur kann die benötigte Heizenergie im Winter deutlich wirtschaftlicher gewonnen werden. Das Geothermiefeld bei Fronius fungiert somit als saisonaler Energiespeicher.

Für die Erdwärmesonden fertigt AGRU mittels Spritzguss die Sondenfüße zum Umlenkung der Sole am unteren Ende (s. Abb. 1). Diese werden dann bei der AGRU-Frank GmbH mittels modernen Schweißautomaten mit den Rohren verbunden und vormontiert. Es werden ausschließlich Rohre aus hochwertigem PE 100-RC (RC steht für resistant to cracks) eingesetzt. Diese bieten einen optimalen Schutz gegenüber Punktlasten und äußeren, verlegebedingten Beschädigungen (z.B.: Kratzern).

204 Stück dieser so hergestellten Komplettsonden, bestehend aus jeweils zwei Vor- und Rückläufen der Dimension 40 mm, wurden auf die Baustelle zu Fronius geliefert (s. Abb. 2). Dadurch wurden aufwändige und fehleranfällige Montagevorgänge vor Ort auf ein Minimum reduziert.

Insgesamt wurden für dieses Projekt 40.000 Bohrmeter abgeteuft. In die Bohrlöcher wurden anschließend die Komplettsonden eingebracht (s. Abb. 3). Zur thermischen Anbindung an das umgebende Gestein und zur Abdichtung wurden die Bohrlöcher anschließend mit einem Verfüllbaustoff verpresst. Dies gewährleistet einen dauerhaften und optimalen Wärmetransport zwischen Sonde und Erdreich.

Alle Anbindeleitungen wurden in einem zentralen Verteilerschacht zusammengeführt. Dieser wurde in liegender Bauform mit 12 m Länge und 2,4 m Durchmesser mit allen erforderlichen Armaturen durch die Fa. Frank vorgefertigt (s. Abb. 4). So konnte die Planung und Erstellung aufwändiger Ortbetonschächte entfallen und der Installationsaufwand auf der Baustelle wurde auf ein Minimum reduziert.

Kontakt:
AGRU Kunststofftechnik GmbH
Ing. -Pesendorfer-Str. 31
A-4540 Bad Hall
Österreich / Austria
www.agru.at


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